von links nach rechts:
Tobias Langer, Peter Preus, Andreas Lixenfeld, Wolfgang Reichwein, Christof Suske, Christian Hauptmann, Thomas Stähler, Christoph Arens, Ulrich Weier, Markus Langer, Klaus Stähler, Patrick Brötz
Der nationale Chrowettbewerb des berühmten "Harmonie-Festivals" in Lindenholzhausen ist einer der größten seiner Art in Deutschland, und sicherlich der bedeutendste in der hiesigen Gegend. Angesichts der großen Konkurrenz aus der ganzen Bundesrepublik zögert sicher so mancher Chor, sich dem sängerischen Wettstreit in Lindenholzhausen zu stellen. Um so größer ist die Freude, wenn bei einer solch renommierten Veranstaltung heimische Chöre zu den Gewinnern gehören.
Die zwölf Mitglieder der jungen Gesangsgruppe "Ohrenschmaus" Frickhofen hatten es mit starker Konkurrenz zu tun: die "Schneeberger Heimatsänger" aus Sachsen, das "Aachener Doppelquartett", die "Mainzer Choralschola" - Männerstimmen aus der Mainzer Domkantorei- sowie das "Ensemble Rossignol" - ehemalige Limburger Domsingknaben - waren die Gegner in der Auswahlklasse für Männerchöre. Wenngleich sich die Frickhöfer nicht zu den Favoriten zählten, so war doch die Motivation, zumindest bester heimischer Chor zu werden, besonders groß.
Am Morgen des 20. Mai war es dann soweit: Im ersten Durchgang mussten dem Publikum und den Preisrichtern zwei Chorstücke dargeboten werden. Die "Ohrenschmäuse" hatten sich für das moderne Werk "Fabel vom Kuckuck und der Nachtigall" von A. Koerppen und den "Choer de Chasseurs Democrates" von G. Rossini entschieden. Trotz Lampenfiebers gelang der Auftritt sehr gut, was auch an der Reaktion des Publikums spürbar war. Am Nachmittag galt es, im Höchsten Ehrensingen noch das Volkslied "Liebchens Bote" von M. Reger möglichst konzentriert aufzuführen, eine nicht ganz leichte Aufgabe angesichts der hochsommerlichen Temperaturen. Nch vollbrachter Arbeit waren dann auch einige kühlende Biere vonnöten, bei deren Verzehr man manch lockeres Liedchen zum Besten gab.
Dann herrschte Hochspannung im großen Festzelt bei der Bekanntgabe der Ergebnisse: in seiner Klasse errang der "Ohrenschmaus" vier von fünf 1. Plätzen und musste sich nur im Volkslied um einen Punkt der "Mainzer Choralschola" knapp geschlagen geben.
Unter großem Jubel konnte Christian Hauptmann, der auch den Dirigentenpreis errungen hatte, dann am Abend die Preise für den bisher größten Erfolg seiner Gesangsgruppe aus der Hand des "Harmonie"-Vorsitzenden in Empfang nehmen.