16.12.2008
Advent im Krankenhaus
Limburg. Einen besinnlichen Nachmittag mit Musik und Texten zum Advent erlebten die Besucher in der Cafeteria des St.-Vincenz-Krankenhauses, der vom Haussender K1-TV-St.-Vincenz präsentiert wurde. Zu hören waren teils bekannte, teils weniger bekannte weihnachtliche Lieder, Stücke und Geschichten. Durchs Programm führte Dominik Heun, Zivildienstleistender beim Kranken-haussender. Das Konzert wurde aufgezeichnet und ist in den Weihnachtstagen auf Kanal 1 Vincenz TV zu sehen.
Musikalisch begrüßt wurden die Besucher von «Ohrenschmaus», einem Männerensemble aus Frickhofen. Mit «Leise rieselt der Schnee» und anderen Winter- und Weihnachtsliedern stimmten sie das zahlreich erschienene Publikum weihnachtlich ein. Bis auf den letzten Platz war die Cafeteria besetzt.
Gespannt lauschten die Zuschauer und Zuhörer der Geschichte, die der achtjährige Luca vorlas. Es war die Geschichte vom Nikolaus, der auf Erden arg beschimpft wurde und dem die Menschen nicht mal einen Keks gönnten… Eine zauberhafte Geschichte, die von niemandem so rührend hätte gelesen werden können wie es Luca gelang.
Erika Fachinger las bei flackerndem Kerzenlicht auf dem Ad-ventskranz zwei bezaubernde Geschichten vor. So unter anderem die besinnliche Geschichte einer Frau, die sich aus Zigarrenkisten und Fahrradlack eine Weihnachtskrippe gebaut hat.
Klassik zur Weihnacht präsentierten auch die jungen Musiktalente der Tilemannschule, die unter Leitung von Musikpädagoge Holger Fröhlich ihr Können unter Beweis stellten. Die von den Schülern vorgetragenen Stücke sind Bestandteil eines neuen Schulprojekts, in dessen Verlauf sie verschiedene bekannte Weihnachtslieder am PC umarrangiert haben.
Auch Hilla Knoth sorgte dafür, dass der Gedanke an Weihnachten die Menschen ergriff – mit Geschichten vom Weihnachtsteller und dem Brief eines achtjährigen Mädchens an die New York Sun. Darin fragte es 1897, ob es ihn wirklich gibt, den Weihnachtsmann? Und der Redakteur antwortete ihr: «O gewiss, wie es Liebe und Güte gibt. Denn sind sie es nicht, die Schönes in dein Leben bringen? Es gibt nichts Wirklicheres als den Weihnachtsmann, und er wird auch noch in 10 000 Jahren zu den Kindern kommen…»
Einen riesigen Applaus bekam zum Ende des Konzerts die Pianistin Marjana Lisnyk aus Elz für ihr meisterhaftes Können. Sie gab zwei Kostproben aus ihrem Repertoire und spielte «Fantasie-Impromptu» von Frederic Chopin und die «Wilde Jagd» von Franz Liszt. Außerdem begleitete sie die Sopranistin Andrea Jeuck, die mit großer Leidenschaft den «Panis Angelicus» von Cesar Franck und das «Ave Maria» von Pietro Mascagni sang.
Am Montag, 22. Dezember, wird es noch eine vorweihnachtliche Feier für Patienten, ihre Angehörigen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie andere interessierte Zuhörer im St.-Vincenz-Krankenhaus geben: Um 17.30 Uhr werden ebenfalls in der Cafeteria des St. Vincenz die Solistinnen Nadja Jamiro (Mezzosopran) und Dorothee Laux (Sopran) Winter-, Weihnachts- und Wiegenlieder singen, begleitet werden sie von dem klassischen Gitarristen Martin Reuß. Die evangelischen und katholischen Krankenhausseelsorger haben zum Ein- und Ausklang der Feier besinnliche Texte ausgewählt. nnp
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